Unizeit ist Fahrraddiebstahl-Zeit

Vor Unis und Fachhochschulen werden besonders viele Fahrräder gestohlen. Wir haben ein paar Tipps, wie ihr euch vor Fahrraddiebstahl schützen könnt!
Farradreifen nach Fahrraddiebstahl, der in der Dämmerung mit einem grünen Spiralschloss an eine Stange gehängt ist, im Hintergrund sieht man ein weißes, großes Gebäude

Ihr kommt nichtsahnend aus der Vorlesung, dem Seminar oder der Bibliothek. Ihr freut euch schon auf Kaffee mit den Freunden, eine entspannende Yogastunde im Fitnessstudio oder einen großen Teller Pasta, Rotwein, Netflix und die gemütliche Couch zuhause. Ihr wollt euch auf euer Rad schwingen, seid euch sicher, dass ihr es genau dort abgestellt habt – aber von eurem Fahrrad fehlt jede Spur.

Fahrraddiebstahl in Österreich

2016 wurden in Österreich fast 27.500 Fahrräder (http://derstandard.at/2000054190541/27-465-Fahrraeder-2016-in-Oesterreich-gestohlen ) gestohlen, das bedeutet zwar einen leichten Rückgang gegenüber 2015, immerhin wird aber noch jedes 230. Fahrrad geklaut. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstahl liegt bei gerade mal 5%. Als Student fährt man oft aus Budgetgründen kein Auto, und wenn man eines besitzt, bleibt es unter der Woche meist zu Hause stehen, weil man vor der Uni oder FH sowieso keinen Parkplatz finden würde. Eine günstige und praktische Alternative zu Öffis und Moped ist das gute alte Fahrrad: es ist praktisch, unkompliziert, eine günstige urbane Fortbewegungsmöglichkeit und sorgt für tägliche Bewegung. Jackpot, oder?

In Gegenden rund um Universitäten und Fachhochschulen ist immer viel los, weshalb auch das Risiko, dass euer Rad dort gestohlen wird, recht hoch ist. Wir haben zehn Tipps für euch, damit euer Drahtesel euch nicht so leicht abhanden kommt!

10 Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl 

  • Safety is key: Beim Fahrradschloss zu sparen, ist leider der falsche Ansatz! In ein gutes Radschloss, etwa ein Bügel- oder Panzerkabelschloss, solltet ihr unbedingt investieren! Im Vergleich zu den Kosten eines neuen Fahrrads ist so ein Fahrradschloss außerdem immer noch ein Schnäppchen.
  • Gut festmachen: Um Fahrraddieben das Entwenden eures Rads zu erschweren, macht es Sinn, das Fahrrad immer an einen fix verankerten Gegenstand zu schließen. Nur den Vorderreifen an einem Fahrradständer oder Schild festzumachen, bringt eher wenig, für geübte Fahrraddiebe ist es ein leichtes, ihn blitzschnell zu lösen und mit dem restlichen Fahrrad das Weite zu suchen. Deshalb das Fahrrad immer auch am Fahrradrahmen festmachen!
  • Abwechslung ins Spiel bringen: Stellt euer Fahrrad immer woanders ab! So ist es für Fahrraddiebe nicht so leicht möglich, euer Verhalten zu beobachten. Ist euer Fahrrad immer am gleichen Wochentag, zur gleichen Zeit, für eine bestimmte Zeitperiode am selben Ort abgestellt, können Langfinger ungehindert zuschlagen.
  • Es werde Licht: Wenn ihr bis abends auf der Uni seid oder ihr eine späte Vorlesung besucht, ist es bereits dunkel, wenn ihr euch auf den Heimweg macht. Und im Dunkeln ist gut Räder klauen – deshalb stellt euer Fahrrad an einer beleuchteten Stelle ab! Das nimmt Fahrraddieben den Schutz der Dunkelheit. Auch der Innenhof der Uni ist abends ein guter Platz für euer Rad, da es dann nicht so einfach gesehen wird.
  • Gemeinsam statt einsam: Wenn die Möglichkeit besteht, nutzt auf jeden Fall immer den Fahrradständer! Wo viele Räder eng beieinander stehen, ist es viel schwieriger, eines unauffällig zu entwenden. Stellt euer Fahrrad nicht am Rand des Radständers hin, immer schön mitten ins Getümmel ist hier die Devise! Und nicht vergessen, das Rad auch am Fahrradständer festzumachen.
  • Werdet persönlich: Graviert euren Namen in den Rahmen oder schreibt ihn mit Marker drauf, lackiert euer Fahrrad in ungewöhnlichen Farben, pimpt es mit Stickern – je auffälliger euer Rad ist, desto unattraktiver wird es für Fahrraddiebe! Die Wahrscheinlichkeit, beim Wegfahren beobachtet oder wiedererkannt zu werden, ist mit einem auffälligen Fahrrad viel höher. Außerdem geht die eigentliche Arbeit erst nach dem Diebstahl los – nämlich das Fahrrad wieder unauffällig zu gestalten, um es entweder selbst fahren oder weiterverkaufen zu können.
  • Mehr ist mehr: Vor allem bei teureren oder neuen Rädern zahlt es sich aus, Fahrradsattel und Reifen extra abzusichern. Wenn euer Fahrrad Schnellspannschrauben hat, ersetzt die Schnellverschlüsse durch Sicherheitsspanner. Den Sattel könnt ihr mit einer Kette sichern, die ihr durch Kettenstreben und Sattelrahmenstangen führt. Fahrraddiebe haben es gerade bei teureren oder neuen Fahrrädern oftmals auf Sattel und Reifen abgesehen. Das führt uns schon zum nächsten Punkt:
  • Tiefstapeln: Euer superteures Rennrad auf die Uni auszuführen, macht null Sinn! Dort steht es den ganzen Tag herum und ist ein gefundenes Fressen für Fahrraddiebe. Legt euch lieber ein günstiges Zweitrad für Uni oder FH zu.
  • Inspector Gadget: Ihr könnt einen GPS-Tracker auf eurem Fahrrad montieren, damit ihr oder die Polizei im Fall der Fälle euer Rad ausfindig machen kann. Außerdem macht es Sinn, euer Fahrrad in einer Datenbank, etwa fase24 zu registrieren.
  • Better safe than sorry: Bei allen getroffenen Vorsichtsmaßnahmen kann es trotzdem passieren, dass euer Fahrrad gestohlen wird. Die Haushaltsversicherung deckt den Diebstahl nicht ab, wenn sich euer Rad nicht zu Hause im Garten oder einem abgeschlossenen Fahrradraum befindet. Die Fahrrad-Diebstahl-Versicherung von GRAWE sidebyside sichert den Diebstahl oder Raub eures Fahrrads in ganz Europa ab, auch bei berechtigter Nutzung Dritter! Die Registrierung bei fase24 gibt’s gratis dazu. Das Ganze kostet ab €3,50 monatlich und ist somit auch bei knappem Studentenbudget leistbar!

Versicherungslexikon: W wie Wartezeit

Beim Abschluss einer neuen Versicherung wird häufig auch eine sogenannte Wartezeit vereinbart. Was das genau bedeutet und wie lange diese in den meisten Fällen dauert, erfahrt ihr hier!


Das könnte dich auch interessieren