Sicher surfen – So schützen Sie sich vor Cyberkriminalität

E-Mail-Betrug, Identitätsdiebstahl und Schadprogramme – Cyberkriminalität ist in Österreich seit Jahren auf dem Vormarsch. Damit Sie sich und Ihre Familie optimal vor den Gefahren des virtuellen Raums schützen können, haben wir eine Liste von hilfreichen Tipps zusammengestellt.
  1. Oberste Priorität sollte der Schutz des eigenen Computers haben. Installieren Sie noch vor der ersten Nutzung des Internets ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall. Diese können aber nur umfassenden Schutz bieten, wenn Sie regelmäßig Updates durchführen. Für die meisten dieser Programme ist das auch automatisiert möglich. Leider kann Schadsoftware auch über USB-Sticks oder CDs auf Ihren PC gelangen. Es empfiehlt sich daher, auch diese auf Viren zu prüfen.
  2. Vorsicht bei E-Mails und Chat. Kriminelle nutzen oft personalisierte Nachrichten, um an Ihre Daten zu kommen oder Schadsoftware auf Ihre Geräte zu schmuggeln. Öffnen Sie keine E-Mails, die nicht von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Löschen Sie diese E-Mails am besten sofort.
    Achtung: Banken und andere Finanzinstitute bitten Ihre Kunden nie per Mail um persönliche Daten.
  3. Neue Software kann zu einer Gefahrenquelle werden. Oft nutzen Kriminelle Pop-ups um Nutzer zum Download von vermeintlich hilfreicher Software zu verleiten. Diese dienen allerdings oft als Träger von Schadprogrammen. Faustregel: Erscheint der Anbieter nicht seriös, verzichten sie lieber auf den Download.
  4. Eine Versicherung die Ihnen im Schadenfall weiterhilft und bestimmte Risiken für Sie übernimmt. Die GRAWE bietet mit GRAWE Help Plus zusätzlich zu den bestehenden Leistungen eine Cyber-Help Assistance sowie einen Kauf- und Kontoschutz in den Bereichen der Haushalts- sowie der Eigenheimversicherung an.
  5. Online-Shopping ist nicht immer der einfachere und billigere Weg. Durch betrügerische Seiten und Portale, kann das vermeintliche Schnäppchen ganz schön teuer kommen. Das Impressum, ist oft ein Indikator für die Seriosität eines Online-Shops, es enthält die Anschrift der Firma oder eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Auch klare Geschäftsbedingungen zeichnen einen vertrauenswürdigen Anbieter aus. Einige Online-Warenhäuser erlaube die Bewertung von Drittanbietern. Gute Bewertung deuten auf seriöse Geschäftspraktiken hin.
  6. Auch beim Bezahlen im Internet lauern Gefahren. Besondere Vorsicht ist bei Vorauszahlung im Internet geboten. Konto- und Kreditkartendaten sollten nur über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden. Diese erkennt man an einem Schloss- oder Schlüsselsymbol in der Adresszeile des Internet-Browsers, an einer grün hinterlegten Adresszeile oder einem grün hinterlegten Zertifikatszeichen.
  7. Achtung bei Apps und Abos! Diese können nämlich langfristige Kosten verursachen und private Nutzerdaten übertragen. Es ist daher ratsam, nur Apps von offiziellen App-Shops zu nutzen. Kostenlose Angebote sind zwar verlockend, können aber genutzt werden um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen. Hier gilt besondere Vorsicht. Oft werden bei Abo-Verträgen Nutzer nicht ausreichend über Vertragsbedingungen und Preise informiert. Das wird dann erst mit den ersten eingehenden Rechnungen bemerkt. Hilfe bietet hier der Internetombudsmann, der auch als Schlichtungsstelle in Streitfragen fungiert.
  8. Geben Sie besonders im Internet Acht auf ihre Privatsphäre. Es gilt: je weniger Sie von Ihren privaten Daten preisgeben, desto weniger Angriffsfläche bieten sie für Kriminelle. Seien Sie beim Teilen von Fotos und E-Mailadressen vorsichtig, gehen Sie immer davon aus, dass diese an Dritte weitergegeben werden könnten.
  9. Zentral ist auch der Umgang mit ihren Passwörtern. Benutzen Sie nach Möglichkeit nie das gleiche Passwort für mehrere Programme. Grundsätzlich gilt: je länger das Passwort, desto schwerer habe es Kriminelle bei der Entschlüsselung. Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Sollten Sie auf verdächtige Sachverhalte im Internet stoßen, können Sie diese unkompliziert an die Internetmeldestelle im Bundeskriminalamt melden: against-cybercrime@bmi.gv.at.


Mathis Huber – Intendant der styriarte

Mathis Huber ist langjähriger Intendant der styriarte. Wir haben ihn zum diesjährigen Motto "Felix Austria", zur Verbundenheit mit der GRAWE durch das Haus Meran und zu seinen ganz persönlichen Glücksmomenten befragt.


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