Michael Lang – Leiter des skills.lab

Es ist eines der modernsten Sportlabors der (Fußball-)Welt, das von der Anton Paar SportsTec GmbH entwickelte skills.lab in Wundschuh. Hier wird mit Hilfe von Highspeed-Kameras, Sensoren und Lasern die Balltechnik perfektioniert, am letzten Zug zum Tor gefeilt und die Spielübersicht geprobt. Wir haben den Leiter Dr. Michael Lang zum Interview gebeten.
Dr. Michael Lang, CEO der Anton Paar SportsTec GmbH
Bei ihm laufen alle Fäden... äh Drähte zusammen. Dr. Michael Lang Chef des Hightech-Sportlabor skills.lab in Wundschuh.

GRAWE sidebyside: Hallo, Herr Dr. Lang. Sie sind CEO der Anton Paar Sports Tec GmbH, die hinter dem skills.lab steht. Wie kam es zur Idee “den besten Fußball-Simulator der Welt” zu entwickeln?

Dr. Michael Lang: Unser CEO (Friedrich Santner) hat bei einem Besuch von Borussia Dortmund ein Trainingssystem gesehen und dieser Input hat dazu geführt, dass sich Anton Paar intensiv mit dem Thema Datengenerierung und High-Tech Training für den Profi-Fußball auseinander gesetzt hat. Das Ergebnis ist skills.lab und in Wundschuh zu besichtigen.

GRAWE sidebyside:Wie funktioniert eine Trainings-Session im skills.lab? Fußballschuhe rauf, Sensoren an und go?

Dr. Michael Lang: Das könnte man ganz allgemein so sagen. Es gibt bei uns derzeit ca. 50 implementierte Trainings in unterschiedlichen Leistungs-Levels. Diese werden mittels Tablet gesteuert und man kann sich in Abstimmung mit seinem Trainer (bei Profi oder Amateurspielern) aber auch individuell einzelne Trainingseinheiten nach Lust und Laune zusammenstellen.

GRAWE sidebyside: Auch der SK Sturm trainiert bei Ihnen. Was sagen die Profis zur Simulation?

Dr. Michael Lang: Bis jetzt haben wir sowohl vom Amateur-, als auch vom Profibereich durchwegs sehr positive Rückmeldungen erhalten.

GRAWE sidebyside: Bis hin zu Fangesängen kann alles Mögliche nachgestellt werden. Kommt im skills.lab echtes Bundesliga-Feeling auf?

Dr. Michael Lang: Eine Simulation ist selbstverständlich nie 100% mit der Realität zu vergleichen, aber ich glaube wir sind schon relativ nah an diesem Erlebnis. Kommen Sie vorbei und machen Sie sich Ihr eigenes Urteil.

GRAWE sidebyside: An bahnbrechender Wuchtel-Wissenschaft ist wohl nicht nur die österreichische Bundesliga interessiert. Dürfen Sie uns etwas über internationale Clubs verraten, die schon angeklopft haben?

Dr. Michael Lang: Wir dürfen über unsere internationalen Besucher keine offiziellen Statements geben. Es gibt bei uns in der Halle eine Wall of Fame bzw. schicken uns Vereine, die von unserem Konzept positiv beeindruckt sind Fanartikel. Also einfach vorbeischauen ☺

GRAWE sidebyside: Nun steht das skills.lab ja nicht nur den Fußball-Profis offen. Hobby-Kicker sind auch willkommen. Wie profitieren die vom Feintuning im Sportlabor?

Dr. Michael Lang: Durch die Datenerfassung lassen sich individuelle Vergleiche darstellen. Der Spieler kann gezielt an seinen Stärken und Schwächen arbeiten. Letztlich macht ein skills.lab Training aber auch Spaß und so wird es auch für Teambuilding-Events oder diverse Feierlichkeiten gerne gebucht.

GRAWE sidebyside:Was bringt die Zukunft? Man hört von der Implementierung von 3D-Simulationen.

Dr. Michael Lang: Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Systems. Mit der 3D-Darstellung können wir in Zukunft auch noch komplexere Spielsituationen und die Passtiefe verstärkt in unsere Trainings einbauen. Parallel dazu arbeiten wir auch an der Weiterentwicklung der Anlage für andere Sportarten wie z.B.: Handball oder American Football.

GRAWE sidebyside: Wann ist mit einem zweiten skills.lab zu rechnen, gibt es schon konkrete Pläne?

Dr. Michael Lang: Wir haben bereits mehrere Anlagen im Ausland in der Planungsphase. Aber auch in Österreich gibt es interessante Realisierungsmöglichkeiten. Derzeit ist der Standort Wundschuh noch exklusiv.

GRAWE sidebyside: Herr Dr. Lang, vielen Dank für Ihre Antworten!


Interview: KUG-Rektorin Elisabeth Freismuth über das Mentoring-Projekt der GRAWE

Möglichkeiten eröffnen. Eine Aufgabe von Kunst. Eine Aufgabe von Versicherungsunternehmen. Die GRAWE unterstützt seit 2015 ein Mentoring-Projekt der Kunstuniversität Graz, ein Programm das es jährlich vier Studierenden aus den CEE-Ländern ermöglicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: ihre Kunst. Rektorin Elisabeth Freismuth erklärt im Interview, wie das funktioniert.


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