Manfred Polansky – 600 km zum Superwanderer

Manfred Polansky ist einer, der es geschafft hat. Fast. Am Samstag bezwingt der “Superwanderer” nach fast 600 km durch die Steiermark die letzte Etappe der Nordroute. Auf was man sich nach 7 Wochen Wanderung am meisten freut, wie er dabei die Heimat neu entdeckte und warum er die härtesten Wege am liebsten mit seiner Frau in Angriff nimmt, erfährt man im Interview.

GRAWE: Lieber Manfred Polansky, Sie nehmen bald die letzte Etappe der Nordroute in Angriff. Blick man wehmütig zurück oder überwiegt die Freude auf ein paar Tage Ruhe?

Manfred Polansky: Es gibt keinen Grund, wehmütig zu sein, denn in Wehmut liegt immer ein wenig Unzufriedenheit und dafür gibt es absolut nicht den geringsten Grund. Die Wanderung war unbeschreiblich schön und erlebnisreich. Die Ruhe werden wir natürlich genießen und die vielen schönen Bilder sortieren.

GRAWE: Sie haben in den letzten Wochen über 439 Kilometer quer durch die Steiermark zurückgelegt. Gibt es eine Etappe, die besonders fordernd war?

Manfred Polansky: Am Ende werden es sogar an die 600km sein. Der Klettersteig auf die Rax mit der Sonne in den Felswänden und einem drohenden Gewitter war eine besondere Herausforderung. Wie alles auf unserer Wanderung ist aber auch das gut ausgegangen!

GRAWE: Als passionierter Wanderer haben Sie schon einige steirische Gipfel bezwungen. War der Weg vom Gletscher zum Wein auch eine Art Neuentdeckung der Heimat?

Manfred Polansky: Ja, es ist eine Neuentdeckung der Heimat, denn es gibt so viele schöne Plätze, geheimnisvolle Orte und kulinarische Schätze, die wir bisher nicht kannten und an viele Orte werden wir wieder einmal zurückkehren, um dort mehrere Tage zu verbringen.

GRAWE: Die perfekte Wanderung beschreiben Sie als eine, auf der Sie von Ihrer Frau begleitet werden. War sie auch auf dem Weg zum “Superwanderer” an Ihrer Seite?

Manfred Polansky: Meine Frau Gertrud hat mich auf allen Etappen begleitet und all die schönen Erlebnisse, die wunderbaren Eindrücke und Begegnungen haben sich verdoppelt, weil wir sie geteilt haben! Sie ist ja nun auch zur Superwanderin geworden, hat genauso ihren schweren Rucksack getragen und hat auch in schwierigen Situationen nie ans Aufgeben gedacht. Ihr gebührt mein größter Respekt und meine Bewunderung sowieso!

Meistern jede Herausforderung gemeinsam: "Superwanderer" Manfred Polansky und seine Frau Gertrud

GRAWE: Am 25. August werden Sie am Ziel Ihrer Wanderung mit einer großen Willkommensfeier empfangen. Gibt es etwas, auf das Sie sich besonders freuen?

Manfred Polansky: Es wird mir eine besondere Freude sein, mich beim Chef vom Steiermark Tourismus, Erich Neuhold, seinem Team in Graz und in den Regionen und auch den Partnern, wie der GRAWE für die großartige Unterstützung zu bedanken. Und dann sind da noch die vielen Menschen, die uns unterwegs freundlich empfangen, bewirtet und geholfen haben. Am liebsten würde ich sie alle aufzählen, geht aber nicht, denn diese Liste ist sehr, sehr lang.

GRAWE: Der Beginn der Wanderung war für Sie auch der “Einstieg” in die Pension. Als “Superwanderer” wird man Sie wohl eher selten zuhause finden. Ist die nächste große Wanderung schon geplant?

Manfred Polansky: Als frisch gefangener Pensionist will ich nun einmal schon viel daheim bei meiner Familie und den Enkelkindern sein, als begeisterter Fotograf möchte ich jedoch an viele besondere Orte und Aussichten zurückkehren, um besondere Stimmungen einzufangen, wofür auf unserer Wanderung oft zu wenig Zeit war.

GRAWE: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die letzte Etappe!

Füße hoch und einfach genießen. Nach fast 500 km hat man sich eine Pause verdient.

Sie können Manfreds Wanderung und die der anderen steirischen Superwanderer am Live-Blog miterleben.


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