Der GRAWE sidebyside Jugend-Beirat – junger Umweltschutz im Nationalpark Gesäuse

Der GRAWE sidebyside Jugend-Beirat des Nationalpark Gesäuse setzt mit eigenem Budget innovative Umweltprojekte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen um.
Wir haben uns mit Leiterin Nora und Schriftführerin Teresa zum Interview getroffen und plaudern mit ihnen über die Faszination Natur, jungen Umweltschutz und Endemiten.
Die Mitglieder des Jugend-Beirat des Nationalpark Gesäuse

GRAWE sidebyside: Hallo ihr beiden, woher kommt ihr, was macht ihr, erzählt uns doch ein wenig von euch.

Nora: Hallo, mein Name ist Nora Landl, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Admont, wohne aber derzeit in Graz wo ich Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Geographie studiere.

Teresa: Und ich heiße Teresa Garstenauer. Ich bin 24 Jahre alt, komme ursprünglich aus Gaflenz und studiere zurzeit auch in Graz Umweltsystemwissenschaften.

GRAWE sidebyside: Wie viele Mitglieder hat der Jugend-Beirat des Nationalpark Gesäuse momentan?

Nora: Er besteht gerade aus fünf Mitgliedern – es können aber bis zu zehn werden.

GRAWE sidebyside: Wenn man bei euch dabei sein möchte, wie funktioniert das Bewerbungs- bzw. das Auswahlverfahren?

Nora: Eine Bedingung ist, dass man zwischen 15 und 29 Jahren alt ist, aber es ist vor allem wichtig, dass man Interesse an umweltorientierten Projekten und Engagement hat. Bewerbungen kann man mir gerne unter NoraLandl@gmx.net zukommen lassen.

GRAWE sidebyside: Nora, lass uns gleich bei dir bleiben, du bist die Leiterin – was sind deine Aufgaben? Wurdest du gewählt oder konntest du dir das Amt aussuchen?

Nora: Meine hauptsächliche Aufgabe ist das Koordinieren von unseren Projekten. Ich leite aber auch die Abstimmungen, halte Übersicht über das Budget und bin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ich wurde von den anderen Mitgliedern gewählt.

GRAWE sidebyside: Und du Teresa, du bist die Schriftführerin, was sind deine Aufgaben?

Teresa: Bei der ersten Sitzung wurde gefragt, wer sich vorstellen kann das Amt zu übernehmen und da habe ich mich gemeldet. Ich musste dann von den anderen Jugend-Beirat-Mitgliedern bestätigt werden.Meine Aufgaben sind es während der Sitzung Notizen zu machen, danach das Protokoll zu verfassen und auch an alle auszusenden.

GRAWE sidebyside: Wie oft haltet ihr Sitzungen ab?

Teresa: So oft es gerade notwendig ist, je nach Bedarf und Zeit der Mitglieder in der Regel alle zwei bis drei Monate.

GRAWE sidebyside: Erzählt uns ein bisschen über den Jugend-Beirat des Nationalpark Gesäuse – welche Projekte setzt ihr um, wie viel Budget habt ihr zur Verfügung, wie teilt ihr das Budget ein?

Nora: Ein großes Projekt ist gerade das Neophytenmanagement (Bekämpfung von eingewanderten Pflanzen, Anm.), in das wir Flüchtlinge der Gemeinde Admont miteinbeziehen. Wir haben außerdem für einen Grillplatz im Gesäuse einen Grillrost gesponsert und Wildkameras angeschafft.

Teresa: Dieses Jahr stand uns ein Budget von 5.000 € zur Verfügung. Die Projekte stammen teilweise von den Mitgliedern selbst, entstehen beim Brainstorming in der Sitzung oder es werden auch vom Nationalpark Projekte vorgeschlagen und von uns dann finanziert.

Mitglieder des Jugendbeirat Gesäuse stehen neben einem grünen GRAWE sidebyside Banner.
Mitglieder des Jugendbeirats beim Kalenderfest in Admont, November 2017.

GRAWE sidebyside: Was war für euch die Motivation, beim Jugend-Beirat mitzumachen?

Nora: Ich bin naturnah im Gesäuse aufgewachsen, bergbegeistert und durch mein Studium auch umweltbewusst. Der Nationalpark ist ein Teil der Heimat also schützenswert. Der Jugendbeirat gibt mir als Jugendliche die Möglichkeit, Projekte eigenständig umsetzen zu können. Ich sehe darin eine große Chance, das Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Jugend zu schärfen.

Teresa: Das Thema Natur und Umwelt und daher der Nationalpark liegen auch mir – in Verbindung mit meinem Studium Umweltsystemwissenschaften – sehr am Herzen. Auch war ich in meiner Kindheit oft mit meinen Eltern im Nationalpark Gesäuse wandern, wo mich die Schönheit dieser Gegend schon immer fasziniert hat. Als ich dann von dem Projekt gehört habe, wurde ich neugierig, habe mich darüber informiert und mich auch schnell dafür entschieden mitzumachen.

GRAWE sidebyside: Wie viel Zeit investiert ihr in den Jugend-Beirat?

Nora: Sehr viel Zeit! Planung, Projektumsetzung, die Teilnahme an verschiedenen Projekten, Projektfindung und Budgetkalkulation erfordern viel Engagement

GRAWE sidebyside: Was sind Themen, die euch besonders am Herzen liegen? Was sind Projekte, die ihr unbedingt umsetzen möchtet, und warum?

Teresa: Ich engagiere mich gerne für alle Projekte, die die Natur näher zu den Menschen bringen und die einen Mehrwert für die Zukunft haben, wie das Neophyten-Projekt. Hier haben wir Flüchtlingen unseren Nationalpark und damit unsere Heimat näher gebracht. Das ist für die Zukunft des Nationalsparks von großer Bedeutung.

Nora: Den Blick auch auf die kleinen Dinge zu lenken, nicht immer nur auf die Aussicht und die Panoramen aufmerksam zu machen, sondern vielleicht sogar Endemiten (Tiere und Pflanzen die nur in einem Gebiet heimisch sind, Anm.) zu Gesicht zu bekommen, das fasziniert mich. Darum machen wir auch den Fotowettbewerb “Das kleine Krabbeln“.

GRAWE sidebyside: Erzähl uns doch gleich etwas über den aktuellen Fotowettbewerb – wie habt ihr das Thema ausgewählt? Warum “Das kleine Krabbeln“?

Nora: Es geht darum, den Blick auf das Kleine zu richten, nicht nur auf das Panorama. Es gibt viel Landschaftsfotografie und nur wenig anderes. Nicht nur die Berge zählen im Nationalpark auch kleine Bewohner, die geschützt gehören, sollen Aufmerksamkeit bekommen.

GRAWE sidebyside: Wieso sollten sich Jugendliche oder junge Erwachsene dafür entscheiden, in den Jugend-Beirat des Nationalpark Gesäuse einzutreten?

Nora: Es gibt die Möglichkeit seine eigenen Ideen einzubringen und umsetzen zu können. Ich sehe für mich auch große Chancen für den späteren Berufsweg.

Teresa: Wir setzen spannende Projekte in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark um und man hat die Möglichkeit, sich selbst und seine Ideen aktiv einzubringen. Man lernt auch viele tolle Leute vom Nationalpark selbst und im Beirat kennen.


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